Fußbodenheizung im Smarthome

Wie steuere ich die Fußbodenheizung im Smarthome?

Eine Frage die im Zuge der Hausautomation immer häufiger auftritt und oft auch der Einstieg in moderne Gebäudeautomation ist. In diesem Beitrag wird Ihnen Schritt für Schritt erklärt wie man seine vorhandene Fußbodenheizung mit Z-Wave automatisiert und zeitgemäß Steuert (inklusive Video).

Wir haben in diesem Zusammenhang in der Vergangenheit bereits ein Anschlußplan bzw. ein Schema zu diesem Thema erstellt. Mit dem Fokus auf minimalen Einsatz von fibaro bzw. Z-Wave Komponenten war es dem Auftraggeber egal, ob die Steuerung seiner Fußbodenheizung über diverse Szenen und dem Einsatz des Fibaro RGB-W Moduls erfolgt. Diese Variante Funktioniert natürlich ist aber sehr viel Programmierarbeit und findet in der Praxis weniger Anwendung – zumindest bei uns.

Einfache Lösung

Weniger Arbeit und dazu noch komfortabler zu bedienen ist der Einsatz von fibaro Switches 2×1,5 kW und die Nutzung des integrierten Heat-Panels sowie die Verwendung der fibaro Verknüpfungen.

Komponenten hinzufügen

Zunächst müssen alle Z-Wave Komponenten in das System integriert werden. Ganz wichtig hier ist ein Temperatursensor der als „Master“ und Haupttemperaturfühler genutzt wird. Wir Verwenden in der Regel den integrierten Temperaturfühler vom fibaro MultiSensor, da dieser Sensor eine umfangreiches Portfolio an Funktionalität beinhaltet. Automatische Lichtstseuerung, Alarmanlage bei Abwesenheit, automatische Herdabschaltung sind nur einige Lösungen die mit dem fibaro MultiSensor realisiert werden können. Es eignen sich aber auch die integrierten Temperaturfühler von dem fibaro RauchmelderWassermelder oder der integrierte Temperatursensor im neuen Tür-Fensterkontakt (GEN5) von fibaro.Wenn Sie zudem gerne die Temperatur über ein Wandthermostat einstellen möchten, dann nutzen Sie doch das Raumthermostat von Danfoss mit LCD anzeige.

Als nächstes werden die Aktoren eingebunden, die zur Steuerung von den Heizungsstellantrieben der Fußbodenheizung genutzt werden. Folgendes Schaubild veranschaulicht, wie diese entsprechend angeschlossen werden.

Fußbodenheizung-nachrüsten-im-smarthome-z-wave-fibaro-home-center

Verknüpfungen

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Jetzt müssen wir dem Smarthome beibringen, welcher Temperatursensor und welcher Aktor für die Steuerung des Stellantriebs verwendet werden soll.

  1. Hierzu klicken Sie auf der fibaro Oberfläche auf „Steuerung“ und anschließend auf den Unterpunkt „Verknüpfungen„.
  2. Hier können die Einstellungen von verknüpften Modulen für Heizung, Klimatisierung, Feuchtigkeit und dem Videogate vorgenommen werden.
  3. In unserem Fall klicken wir jetzt auf “ Verbundenes Modul – Heizung„.
  4. Wir vergeben als erstes einen aussagekräftigen Namen wie Verknüpfung Wohnzimmer und ordnen diese dann dem entsprechenden Raum zu.
  5. Danach scrollen wir etwas weiter runter und wählen den Sensor aus der für die Erfassung der Temperatur in dem entsprechendem Raum bzw. in der entsprechenden Heizzone verantwortlich sein soll.
  6. Anschließend klicken wir auf die Schaltfläche „Modul hinzufügen“ und es kann nun der erste „Schalter“ bzw. Aktor ausgewählt werden, der den Stellantrieb öffnen und schließen soll.
  7. Sollten Sie mehrere Heizkreise pro Raum bzw. Zone nutzen, dann können Sie durch nochmaliges drücken auf die Schaltfläche „Modul hinzufügen“ weitere Aktoren zur Steuerung der Stellantriebe hinzufügen.

HLC24 2014-12-09 um 18.19.35

Heizungssteuerung

  1. Als nächstes wird der Heizplan erstellt. Hierzu klicken Sie wieder auf der fibaro Oberfläche auf „Steuerung“ und dann auf „Heizung“ bzw.  „Heizungsteuerung„.HLC24 2014-12-09 um 16.31.12
  2. Vergeben Sie jetzt einen Namen für die Heizzone und speichern Sie Ihre Eingabe mit einem klick auf die Schaltfläche „Hinzufügen„.
  3. Stellen Sie auf der nächsten Seite den Heizplan. Es gibt die Möglichkeit unterschiedliche Temperaturen den einzelnen Tageszeiten zuzuordnen entweder für alle Wochentage gleich oder individuell tagesabhänig.HLC24 2014-12-09 um 18.17.27
  4. Abschließend klicken Sie auf das Stift-Symbol auf der linken Seite direkt neben dem blau hervorgehobenen Eintrag in der Zonenliste.
  5. Hier wählen Sie die entsprechenden Räume zu dieser Zone gehören sollen und bestätigen Ihre Eingabe mit einem Klick auf die Schaltfläche „Hinzufügen„.
  6. Den gesamten Vorgang speichern Sie mit einem klick auf das Diskettensymbol auf der rechten Seite.

Fertig!

Jetzt werden die Stellantriebe geöffnet, wenn die gemessen Ist Temperatur am Z-Wave Temperaturfühler geringer ist als die im Heizplan eingestellte Soll Temperatur. Meldet der Temperaturfühler, dass die Temperatur erreicht ist, werden die Stellantriebe automatisch wieder geschlossen.

Video

15 thoughts on “Fußbodenheizung im Smarthome

  • 4. Februar 2015 um 9:24
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    Danke für diesen sehr interessanter Artikel.
    Ich beschäftige mich aktuell auch mit dem Thema und für mich sind dabei noch folgende Fragen offen:
    1. Da der hier beschriebene FGS – 221 Schalter ( 2 x 1,5 KW) ja auch mit 230 V umgehen kann, kann ich doch davon ausgehen, dass die beschriebene Schaltung auch mit 230 V Stellantrieben funktioniert, oder?
    2. Kann ich an den Anschlüssen S1 und S2 in diesem Fall zusätzlich auch die bereits verbauten 230V-Raumthermostate anschließen und so ggf. die Stellantriebe auch manuell (über)steuern, so wie es bei einer Lichtschaltung wäre?

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    • 4. Februar 2015 um 10:18
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      Hallo, vielen Dank für das Kompliment! Zu Ihren Fragen:
      1) Ja! Gleiches Schaltbild nur eben mit 230V anstatt 24V
      2) Ich nehme an, dass die 230V-Raumthermostate beim unterschreiten des Soll-Temperatur-Werts einen Stromkreis schließen und erst wieder öffnen wenn die Soll Temperatur erreicht ist. Es kann so angeschlossen werden, ich sehe hier aber (noch) keinen Vorteil. Vielleicht können Sie mir etwas näher erläutern, wie die Steuerung final funktionieren soll. Es kann zu Überlagerungen der automatischen mit der manuellen Steuerung kommen. Ich empfehle für die Automation einen Z-Wave Bewegungsmelder mit Temperatursensor der als „Thermostat“ für den Z-Wave Controller genutzt werden kann. Gleichzeitig funktioniert der Sensor als Einbruchmelder, wenn Sie nicht da sind und macht Ihnen das Licht an, wenn Sie Zuhause sind und es dunkel wird!

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      • 4. Februar 2015 um 11:38
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        Der „Vorteil“ der zusätzlich angeschlossenen Raumthermostate liegt in dadurch ggf. zu steigernden Akzeptanz der Mitbewohner(in) 😉
        So wie ich den Artikel aktuell verstehe, wird ja über die Heizungssteuerung ein Heizprogramm hinterlegt, das nur über die Admin-Oberfläche angepasst werden kann. Ein Eingriff über z.B. die iPad-App ist an dieser Stelle nach meinem Verständnis nicht möglich, da es sich hierbei um kein „Gerät“ handelt, das gesteuert werden kann.
        Bei den Danfoss Heizungsthermostaten für die Heizkörper, ist es z.B. möglich, entweder über das iPad für eine definierte Zeitdauer das Heizprogramm zu übersteuern, oder aber manuell am Thermostat eine neue Temperatur einzustellen, die dann ebenfalls für eine Weile das Heizprogramm übersteuert.
        Diesen Idealzustand nachzubauen dürfte wohl eher schwierig sein. Durch das zusätzliche Anschließen der Raumthermostate könnte man aber zumindest die Möglichkeit einräumen, eine Erhöhung der Soll-Temperatur einzustellen – eine Reduktion ist so natürlich nicht möglich.

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        • 4. Februar 2015 um 17:25
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          Ok – jetzt verstehe ich was Sie meinen. Genau wie bei den Danfoss Heizungsthermostate kann über die App für eine definierte Zeitdauer das Heizprogramm übersteuert werden. Mit Hilfe der „fiabro Verknüpfung“ wird ein „Gerät“ simuliert, das gesteuert werden kann. fibaro Heat Panel und Verknüpfungen Smarthome Fußbodenheizung Z-Wave

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  • 25. Juni 2016 um 20:39
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    Hallo.
    Elektrisches Stellantrieb 230V mit Fibaro-Unterputz-Relais und einem Z Wave Temperatursensor. Im der HC2 durch Verknüpfung ein virtuelles Heizungselement bauen.

    Problem, das Stellglied kennt ja nur offen oder zu. Ich würde das ganze gerne an Heizkörper verwenden. Seht ihr da irgendwelche Probleme?

    Antwort
  • 25. August 2016 um 7:20
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    Hallo, kann mir jemand helfen?

    Ich habe vor 4 meiner Fußbodenheizkreise mit einen Fibaro RGBW Modul an meinen HC2 zu steuern. Dazu dachte ich mir das ich das RGBW Modul mit vier 230V Relais verbinde um die Stellantriebe der FBH anzusteuern.
    Leider kann ich die nötige Verknüpfung der FBH mit den RGBW Modul nicht erstellen da das RGBW Modul nicht als Schaltaktor akzeptiert wird.

    Kann man RGBW Kanäle nicht als virtuelle Device einrichten? Wie geht das?

    Falls jemand anderes dazu Erfahrung hat und mir weiterhelfen kann würde ich mich über eine Anleitung oder ein Paar Tips freuen.

    mfG Oliver

    Antwort
    • 25. August 2016 um 12:31
      Permalink

      Hallo, das RGB-W Modul kann die unterschiedlichen vier Kanäle für die Heizungssteuerung nur über Szene realisieren. Eine Nutzung über das fibaro Heat Panel bzw. „Verknüpfte Module“ ist leider nicht möglich. Über den LUA-Befehle fibaro:call(ID, „setB“, „WERT“) können Werte des jeweiligen Kanals (im Beispiel Kanal B) gesetzt werden. Diesen LUA-Befehl können Sie sowohl im Virtuellen Device als auch in Szenen verwenden.

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  • 24. November 2016 um 11:42
    Permalink

    Hallo,

    haben Sie schon einmal eine FBH mit steuerbaren Durchflussmengen gebaut ?

    In meiner bisherigen Lösung (mit FGS-222/230V-Ventilen und openHAB) nutze ich bisher auch nur die übliche Auf/Zu Taktung.
    Aber mit einem FGRGBW und einem PWM-kontrollierbaren Ventil wie dem hier
    http://www.eibhandel.de/Moehlenhoff-AA4004-Alpha-Antrieb-4-24V-NC-stromlos-zu
    müßte das doch möglich sein.

    Über den Nutzen kann man streiten, aber zum einen sollte es ja eine Glättung der Temperaturkurve bewirken und sich mithin angenehmer anfühlen.
    Und zum anderen schwört ein Heizungsbauer ja immer, daß ein gleichmäßiger Durchfluß mit niederer Temperatur energetisch viiiiiiel effizienter sei als Taktung mit höheren Temperaturen.
    Er sagt das zwar im Wesentlichen zwar nur, weil er mit seinen klassischen Mitteln (Steuerung der Vorlauftemperatur am Heizkessel und bestenfalls noch der Heizkreispumpe) keine bedarfsweise FBH-Steuerung hinbekommt, aber er hat da auch einen Punkt, beispielsweise kosten höhere Temperaturen ja überproportional mehr Strom, wenn die Wärme per Wärmepumpe erzeugt wird.

    Und müßte so ein Konstrukt nicht nur als Einzelraumregelung im Sinne der EnEV, sondern sogar auch im Sinne der Förderfähigkeit als hydraulischer Abgleich zählen?

    Grüße MS

    Antwort
    • 30. November 2016 um 11:17
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      Sehr geehrter Herr Storm,

      wir haben die gewünschte Funktion folgendermaßen gelöst: es gibt seit kurzem einen 0-10V „Dimmer“ (nicht vom Namen verunsichern lassen). Ausführlichere Informationen hier. http://qubino.com/products/flush-dimmer0-10v/
      Dieses Modul kann eine Steuerspannung zwischen 0 und 10 VDC erzeugen, so dass entsprechende 0-10V „Empfänger“ angesteuert werden können. In Ihrem Fall benötigen Sie einen Stellantrieb der proportional zur vom oben genannten Dimmer eingespeisten Spannung öffnet.

      Bei eingespeister Spannung von beispielsweise 1V wird das Ventiel 10% geöffnet bei 2,5V 25% usw. bis 10V 100%.

      Als Stellantrieb könnten Sie z.B. diesen hier verwenden: http://www.moehlenhoff.info/index.php/258/Alpha-Antrieb_4___0-10_V_Proportional

      und siehe hier auf Seite 10 „Alpha Antrieb 4“:
      http://www.moehlenhoff.info/getfile.php/8e2e5c996af7fa15a44ad17ad41e475e/8-D58-43-002_Brosch_AA_Rev2-2_DE.pdf

      Die Förderfähigkeit dieser Lösung müssten Sie bei der entsprechenden Stelle erfragen.

      Bei weiteren Fragen können Sie sich gerne auch telefonisch bei uns melden. Wir verbleiben mit freundlichen Grüßen und wünschen noch einen schönen Tag!

      Antwort
      • 31. Dezember 2016 um 15:56
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        Danke für die Info. Aber müßte das mit den von Ihnen genannten Ventilen (sind glaube ich dieselben bzw. die Nachfolgegeneration derer die ich benannt hatte) nicht auch mit einem FGRGBW funktionieren ? Typischerweise will man ja mehrere Schleifen unterschiedlich einregeln, und für jeden einen eigenen Qubino Dimmer einzusetzen, wird dann schnell teuer. Der FGRGBW hat zum selben Preis immerhin 4 Ausgänge. Pulsweitenmoduliert zwar, aber das müßte doch auch funktionieren, oder ? Die 24VDC Verorgung der Ventile als Eingang dran und die Parameter 11/12 oder ein LUA-Skript zum Skalieren verwenden oder einen eigenen, auf 10V einstellbaren Trafo nutzen.

        Antwort
        • 5. Januar 2017 um 10:39
          Permalink

          Die vier Ausgänge geben leider keine 0-10V raus, die man über die Oberfläche bzw. LUA ansprechen kann.

          Antwort

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